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Kaan Yesiller

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Kaan Yesiller

Sportler wehren sich gegen Medienzensur von Mixed Martial Arts

29.03.2010

In der Sitzung am 18. März hat der Fernsehausschuss der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) dem DSF die Genehmigung zur Ausstrahlung der Formate „The Ultimate Fighter“, „UFC Unleashed“ und „UFC Fight Night“ entzogen. Zur Begründung heißt es, dass die Massivität der gezeigten Gewalt in diesen Mixed Martial Arts (MMA) Sendungen nicht akzeptabel sei. Die BLM sieht die gegenseitige Achtung verletzt und bescheinigt diesen Formaten gewaltverherrlichende Inhalte.

Mit dem Verbot wird eine Diskussion über eine Sportart wieder in Europa angeheizt, die in den USA bereits seit geraumer Zeit breite Gesellschaftsschichten bewegt.  So hat beispielsweise der Modedesigner Marc Ecko eine breit angelegte Offensive zur öffentlichen Akzeptanz von MMA Veranstaltungen im Staat New York gestartet unter der Überschrift: Legalize MMA. Mark Ecko stützt sein Engagement auf eine breite Unterstützerschaft durch aktive Athleten wie Matt Hughes, Paul Daley oder Kurt Pellegrino (Mehr Infos: www.legalizemma.com)

Auch Deutsche von Ecko unterstützte Kampfsportler wie der 28jährige Düsseldorfer Kaan Yesiller (Deutscher MMA-Meister im Weltergewicht) wollen sich nun wehren und für die Akzeptanz ihrer Sportart kämpfen. Sie müssen sich seit geraumer Zeit mit Vorurteilen gegenüber ihrer Sportart auseinandersetzen - und sehen mit der Zensur durch die BLM eine neue Dimension erreicht.



„Durch eine Vielzahl einseitiger Medienberichte gerät die wichtige Funktion des Kampfsports oft in den Hintergrund “ erklärt Yesiller. „Gerade für Jugendliche ist das Training die beste Möglichkeit, ihren angestauten Frust am Boxsack und eben nicht auf der Straße rauszulassen. Hier lernt man Regeln, Respekt und Fairness - genau die Werte, die junge Menschen brauchen. Und  jemanden, der sich auf der Straße beweisen will, wird nicht lange dabeibleiben. Dafür erfordert  das Training zu viel Disziplin und Durchhaltevermögen.“

MMA (oder auch Ultimate Fighting) ist eine relativ junge Kampfsportart, die verschiedene traditionelle Disziplinen in sich vereint. So werden Elemente aus Boxen, Ringen, Judo oder Jiu-Jitsu angewendet, um jede dieser Teildisziplinen in der jeweiligen Wettkampfsituation optimal auszunutzen. Das Regelwerk für MMA-Kämpe umfasst mehr als 30 Seiten, die Gesundheit der Athleten steht dabei immer im Vordergrund. Sobald sich z.B. einer der Kämpfer nicht mehr effektiv verteidigt oder verletzt ist, wird der Kampf sofort vom Ringrichter abgebrochen. Und auch die Athleten wie Yesiller legen absolute Priorität auf die Fairness: „Je härter der Sport, desto fairer sind die Sportler.“

 „Entgegen der landläufigen Meinung muss ein MMA-Kampf nicht zwingend durch K.O. beendet werden. Viele Kämpfe werden durch technisch anspruchsvolle Hebeltechniken wie sie z.B. im Brazilian Jiu-Jitsu gelehrt werden, entschieden“ sagt Kaan Yesiller, seit März amtierender Deutscher MMA-Meister im Weltergewicht. "Ein Fighter, der unbesonnen, unfair oder übertrieben brutal in den Ring geht, wird verlieren. Mit einer wüsten Schlägerei hat das absolut nichts zu tun!“

Deutschlands Kampfsportler wollen sich nun gegen die Medienzensur wehren und durch Aufklärungsarbeit für die Akzeptanz ihrer Sportart werben.

Kaan ist Deutscher Meister im Weltergewicht

15.03.2010

Kaan ist Deutscher MMA-Meister im Weltergewicht. Am 6. März konnte er sich gegen den Münchner Sebastian Feldmeier durchsetzen und seinen Gegner in Runde 2 zur Aufgabe zwingen.  Wir sagen: Herzlichen Glückwunsch Kaan!

Den gesamten Kampf könnt ihr euch hier ansehen:

Runde 1

 

 

Runde 2

 

 

Kaan Yesiller

15.03.2010

 

MMA Kämpfer

Statistik:

4 - 2 - 0 (Win - Loss - Draw)

Wins:

3 Submissions
1 Other

Losses:

1 (T)KO
1 Submission
 

Größe:

171 cm

Gewicht:

75 kg

Heimatstadt:

Düsseldorf

 

 

Quelle: sherdog.com